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Mein Coaching-Verständnis

Die Basis meines Coaching-Verständnisses ist die Transaktionsanalyse nach Eric Berne, die ich nicht nur professionell sehr schätze, sondern der ich auch einen guten Teil meiner persönlichen und professionellen Entwicklung verdanke.

Daher ist es mein Anliegen, dieses wertvolle Gedankengut und insbesondere das dort vorhandene Menschenbild indirekt durch meinen Stil des Coachings weiterzugeben und wenn gewünscht auch gerne meinen Klienten direkt zur Verfügung zu stellen. Als kurzen Überblick zur Transaktionsanalyse zitiere ich im Folgenden Ausführungen der Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse www.dgta.de

I) FUNDAMENT

Das wissenschaftliche Fundament meines Angebots sind:
die humanistische Psychologie
der systemische Ansatz
die themenzentrierte Interaktion


Die verschiedenen Denkschulen sind z.B.:
TA Transaktionsanalyse (siehe unten)
Systemisch, z.B. zirkuläre Fragen, Systemvisualisierung,
  Analyse der Dynamiken
Verhaltenstherapie, z.B. Rollenspiel
TZI Themenzentrierte Interaktion
NLP Neurolinguistisches Programmieren, z.B. Reframing, Ankern


II) Im Coaching stehe ich für

Entwicklungsimpulse sowie Begleitung von Klient bzw.
  Organisation, die zu mehr Zufriedenheit und Erfolg beitragen.
Humanität und Zielorientierung, die ich als überwiegend
  vereinbar ansehe.
sparsamen Einsatz von Instrumenten und theoretischen
 
Modellen - nur dort und in dem Maße, wie sie dem ganz
  individellen Ziel des Klienten nutzen.
die Arbeit auf zwei Ebenen: Zum Einen, die verborgenen
  Ressourcen, das ganze Potential des Klienten zu entdecken,
  zum Anderen mit Struktur und ganz konkreten nächsten
  Schritten/Manahmen die Ziele in die Tat umzusetzen.


III) Transaktionsanalyse

Ganz besonders verbunden fühle ich mich der Transaktionsanalyse nach
Erice Berne,


1) Entwicklung der TA:
Der Mensch als selbstverantwortliches Wesen


In den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelte sich an der amerikanischen Westküste in Palo Alto eine neue Strömung der Psychologie des Menschen. Sie sah, im Gegensatz zum eher pessimistischen psychodynamischen Modell Freuds und zum Umweltdeterminismus des behavioristischen Modells, den Menschen als selbstverantwortliches Wesen, das nach Integrität der individuellen Persönlichkeit, bewussten Erfahrungen und Selbstverwirklichung strebt.
Als humanistische Psychologie trat diese Bewegung bald einen Siegeszug um die ganze Welt an, und es entwickelten sich vier bedeutsame Schulen: Die klientenzentrierte Therapie nach Carl Rogers, die Gestalttherapie nach Fritz Perls, die transpersonale Psychologie nach Abraham Maslow - und die Transaktionsanalyse nach Eric Berne.

Der amerikanische Psychiater Eric Berne verknüpfte in seiner Theorie der Transaktionsanalyse die Haltungen und Konzepte der humanistischen Psychologie mit Denkweisen der Tiefenpsychologie und mit verhaltenstherapeutischen Methoden zu einem eigenständigen Ansatz. Aus einem ersten Arbeitskreis formierte sich 1964 die - noch heute existierende Gesellschaft für Transaktionsanalyse.


2) Typische Schlüsselbegriffe der Transaktionsanalyse

Diese Begriffe sind, um den Begründer der Transaktionsanalyse Eric Berne zu zitieren "simple, but not easy", also auf den ersten Blick einfach und leicht verständlich. Dahinter verbergen sich Theorien von großer Tiefe und Dynamik.


A) Das Ich-Zustands-Modell

Kern der Transaktionsanalyse ist die Beobachtung, dass erwachsene Menschen nicht immer aus der Haltung eines erwachsenen Menschen heraus kommunizieren und handeln, sondern mitunter auch aus der Position eines Kindes - des Kindes, das sie einmal waren - oder aber aus der Position von Elternfiguren - derjenigen Elternfiguren, die sie als Kind erlebt haben. Auf dieser Beobachtung gründet das für die TA typische Ich-Zustands-Modell. Es besteht aus den drei Ich-Zuständen:

Kind-Ich,
Erwachsenen-Ich und
Eltern-Ich.


Dabei stellt jeder einzelne Ich-Zustand ein System aus Denken und Fühlen dar, aus dem ein bestimmtes Verhalten erwächst. Mit Hilfe des Ich-Zustand-Modells verstehen und erklären Transaktionsanalytiker Persönlichkeitsstrukturen und Formen der zwischenmenschlichen Kommunikation und des Handelns. Die Darstellung des Ich-Zustands-Modells in Form von drei übereinander angeordneten Kreisen wurde weltweit zum Sinnbild und zum Markenzeichen für die Transaktionsanalyse.


B) Transaktionen

Wenn Menschen miteinander in Kontakt treten, tauschen sie Mitteilungen und Botschaften aus. Sie setzen dabei die gesprochene Sprache und ihren Körper ein, nutzen Worte, Gestik und Mimik gleichermaßen. Diese zwischenmenschlichen Begegnungen und Interaktionen werden als Transaktionen bezeichnet. Sie zu "lesen" und zu verstehen, sie in einen lebensgeschichtlichen und jeweils situationsbezogenen Bedeutungszusammenhang zu stellen, gehört zu den zentralen Kompetenzen, zur Kunst der Transaktionsanalytiker. Die Analyse der Transaktionen geht dabei von der Vorstellung aus, dass jeder Mensch stets aus einem seiner drei Ich-Zustände heraus agiert. Aus welchem, das obliegt allein ihm/ihr selbst.

Eines der Ziele transaktionsanalytischer Interventionen ist es, die Menschen zu unterstützen, möglichst viel Bewusstsein über ihre Transaktionen zu erlangen. Insofern kann man die Transaktionsanalyse auch als ein Modell der Selbststeuerung bezeichnen.


C) Das Lebensskript

Ein weiterer wichtiger Schlüsselbegriff der Transaktionsanalyse ist das Lebensskript. Die Transaktionsanalyse geht davon aus, dass jeder Mensch in seiner Kindheit eine eigene Lebensgeschichte, ein Skript, entwirft. Diese Geschichte ist wie ein ganz persönliches Theaterstück, sie hat einen Anfang, eine Mitte und eine Ende, und sie verfügt auch über eine eigene "Dramaturgie".

Die Grundlagen entwickelt der Mensch in frühesten Jahren. Bis zu seinem siebten Lebensjahr ist der Entwurf dieser Geschichte fertig. Das Lebensskript ist den erwachsenen Menschen meist nicht bewusst, dennoch steuern sie ihr Leben meistens so, dass es zu ihrem Skript passt. Die Analyse des individuellen Lebensskripts mit Unterstützung von TransaktionsanalytikerInnen kann Menschen helfen, herauszufinden, warum sie sich "ohne es zu merken" in Schwierigkeiten bringen und welche Möglichkeiten sie haben, daraus resultierende Probleme zu lösen.


D) Autonomie


Ein erwachsener Mensch ist ständig herausgefordert, seine Strategien zur Lebensbewältigung - und zum Glücklichsein - zu überprüfen und zu erneuern. Die Instrumente der Transaktionsanalyse dienen dazu, diese Veränderungs- und Lernprozesse anzuregen und zu gestalten. Das Ziel ist dabei, eine größtmögliche Autonomie zu erlangen. In der Sprache der Transaktionsanalyse gehören zur Autonomie wache Bewusstheit, Spontaneität und die Fähigkeit zur Intimität, also zu wirklicher Nähe. Autonomie äußert sich zum Beispiel in der Angemessenheit von Transaktionen im jeweiligen sozialen Kontext.

Dem transaktionsanalytischen Autonomiebegriff liegt die Überzeugung zugrunde, dass Menschen in der Lage sind, Verantwortung für ihr Verhalten, aber auch für ihre Gefühle zu übernehmen. Das bedeutet, dass jeder Mensch imstande ist, sein Verhalten und seine Gefühle zu verändern. Voraussetzung hierfür ist eine aktive Entscheidung für einen neuen Weg, für neue Gefühle, für ein neues Verhalten.


3) Ethischer Hintergrund der Transaktionsanalyse
und ihres Einsatzes


Sie gründet auf einem Menschenbild humanistischer Tradition, das von der Eigenständigkeit, der Bewusstheit und Selbstverantwortlichkeit sowie der unbedingten Würde eines jeden Menschen ausgeht. Die vom Begründer dieser Methode Eric Berne geprägte und auf den ersten Blick einfache Formel:" Ich bin okay - du bist okay" drückt darüber hinaus eine innere Haltung aus, die gekennzeichnet ist von Respekt und Anerkennung sich selbst und anderen gegenüber.

Transaktionsanalytische Beratung, Therapie, Lehre und Kommunikation lebt von der Überzeugung, dass die Lösung eines Problems oder Konfliktes immer in den Betroffenen selbst verborgen liegt. Gleichgültig, mit wem sie arbeiten: TransaktionsanalytikerInnen begreifen ihr Gegenüber grundsätzlich als entscheidungs- und gestaltungsfähigen Partner. Ein Markenzeichen der Transaktionsanalyse sind deshalb klare Arbeitsvereinbarungen, in denen alle Beteiligten ihre Verantwortung wahrnehmen. "Probleme sind Hindernisse auf dem Weg zum Ziel" - dieser Satz drückt treffend einen wesentlichen Grundsatz der transaktionsanalytischen Methode aus: TA-Professionals verharren nicht primär bei der Frage nach den Ursachen eines Problems, vielmehr analysieren sie die aktuelle Situation mit Hilfe eines breiten Spektrums ausgereifter Modelle und Konzepte und konzentrieren sich auf die Möglichkeiten der Veränderung, der Lösung und der Weiterentwicklung. Im Zentrum des Interesses steht dabei stets die Wirksamkeit und das Wirkungsspektrum menschlichen Handelns.

TA-Theorie erklärt sowohl innere Prozesse und lebensgeschichtliche Entwicklungen als auch die Art und Weise der zwischenmenschlichen Kommunikation in allen erdenklichen Situationen des menschlichen Miteinanders. www.ta-orga.de